Erschienen am 31.07.2010 in der Frankenpost
Beste Perspektiven
Von Helmut Engel
Herausragende Leistungen haben die Absolventen der Fachakademie für Hauswirtschaft in Ahornberg gezeigt. Jeder hat im Notendurchschnitt mindestens die Zwei vor dem Komma stehen.
Mit einem Notendurchschnitt von 1,11 ist Christian Melzer der Beste bei den Absolventen der Kommunalen Fachakademie für Hauswirtschaft des Landkreises Hof in Ahornberg. Der Schirmherr der FAK, der Vizepräsident des Bayerischen Gemeinderates und Selbitzer Bürgermeister Klaus Adelt (links), sprach seine Hochachtung aus. Auch die Schulleitung mit Jutta Dauerer und Hermann Gesell (3.von links) zeigte ihren Respekt vor dieser tollen Leistung, zumal er sich gegen eine starke weibliche Konkurrenz durchsetzte.
Eine klasse Klasse, die Studierenden der FAK für Hauswirtschaft in Ahornberg. Kein Absolvent hatte im Notendurchschnitt eine schlechtere Note, als mit einer Zwei vor dem Komma!
Darüber freuen sich auch Schirmherr Klaus Adelt, Schulleiter Hermann Gesell und seine Stellvertreterin Jutta Dauerer (links von oben nach unten).
Ahornberg- "Black and White" war das Thema der festliche ausgestalteten Abschlussfeier für die 21 Studierenden an der Kommunalen Fachakademie für Hauswirtschaft des Landkreises Hof in Ahornberg, die jetzt ihr einjähriges Pflicht-Praktikumsjahr in Angriff nehmen und welche durch die Nachfolgeklasse exzellent ausgestaltet wurde. Keinesfalls nur schwarz und weiß sieht die Zukunft der Absolventen aus, sondern sehr bunt. Mit ihren hervorragenden Zeugnissen, niemand hat eine schlechtere Note als eine Zwei, stehen ihnen in vielerlei verschiedenen Positionen die Türen offen.
Schulleiter Hermann Gesell verglich die Studienzeit mit der Baustelle, die derzeit die Ahornberger Schule darstellt. Mit der Berufsfachschule sei das Fundament für den Beruf gebaut worden, mit den ersten Berufserfahrungen konnte die erste Etage darauf gesetzt werden und mit dem Studium an der FAK sei jetzt auch die zweite Etage vollendet worden. Jetzt fehle nur noch der Dachstuhl, "und den werdet ihr mit dem Berufspraktikum auf das Bauwerk setzen", so der Schulleiter. Die schwierigste Zeit für die Studierenden und deren Eltern, Ehe- oder Lebenspartnern sei jetzt zu Ende gegangen. Alle hätten den Lerndruck mit der Devise "da müssen wir durch" gut überstanden und sich dabei auf die große Unterstützung und Hilfestellung sowie den Rat und Tat der Familienangehörigen verlassen können. Das "Büffeln" hätte sich gelohnt, alle können auf eine erfolgreiche Studienzeit zurückblicken, und hätten tolle Leistungen vollbracht. Behilflich seien dabei Bauleitung, Ingenieure, Statiker oder Obermeister in Gestalt des Lehrkörpers mit Jutta Dauerer an der Spitze gewesen. Wenn im nächsten Jahr der Hausbau mit der Praktikumsprüfung abgeschlossen wird, "dann treffen wir uns wieder und feiern Hiebschmaus", so der Schuleiter.
Für den Schirmherrn Klaus Adelt, Vizepräsident des Bayerischen Gemeindetages und Bürgermeister von Selbitz, sind die Abschlussfeiern an der FAK immer etwas ganz Besonderes. Man würde richtig merken, dass das Studieren hier richtig Freude bereitet, denn nur so ließen sich die guten Noten erklären. Da würde die Studienzeit nicht zur Qual, sondern Freude bereiten. Hauswirtschafter sei ein wichtiger Beruf und würde in den heutigen Zeiten, wo sehr viele auf gesunde Ernährung achten, weiter an Bedeutung gewinnen. Er selbst sei das beste Beispiel ungesunder Ernährung. Weil oft die Zeit für ein gesundes Mahl fehlen würde, beschränke man sich zu oft auf das Beamtenmenü, "a Fleischkässemmel". Für wichtig hält er das Berufspraktikum, damit würden die nötigen praktischen Erfahrungen gesammelt, "so werden aus euch absolute Allrounder".
Adelt dankte den Eltern, die sich seit dem 1. Schultag um ihre Kinder und deren Fortkommen kümmern, was leider in unserer heutigen Gesellschaft oft nicht mehr der Fall sei. Auch dem Träger, den Landkreis Hof, der die Schule ständig ausbaut und den jeweiligen Anforderungen anpasst, wurde durch Adelt gedankt.
Jutta Geisler und Christian Melzer ließen ihre Zeit an der FAK, die so schnell vergangen sei, nochmals Revue passieren. Durch die vielen Projekte in der Schule, in Krankenhäusern, Obdachlosenheimen, Kindergärten oder Seniorenheimen, Großküchen in großen Firmen und sogar am Flughafen, konnten viele Erfahrungen für den künftigen Beruf gesammelt werden. Beide dankten den Lehrern für deren "gute Nerven" und versprachen, mit der praktischen Prüfung im nächsten Jahr ihr "Meisterstück" zu machen.
Wir danken Herrn Engel von der Frankenpost ganz herzlich für diesen gelungenen Artikel mit dem schönen Bild und der Erlaubnis, diese auf unserer Homepage zu veröffentlichen.