Die Beruflichen Schulen in Ahornberg präsentierten anlässlich eines Tages der offenen Schultür mit großem Erfolg ihre Leistungen und die ihrer Schüler. Hunderte Interessierter konnten sich ein eindruckvolles Bild vom vielseitigen und kreativen Angebot der Schule machen. Das Programm stand unter dem Motto "Schule macht Bewegung - Bewegung macht Schule".
AHORNBERG - Nichts ist so "beständig wie der Wandel", diese Volksweisheit gilt auch für die Schule. Ausgedrückt wird diese Lebensphilosophie auch durch einen berühmten Satz des griechischen Philosophen Heraklit "Panta rhei -- alles was lebt strömt, alles fließt". Auf diesen Satz hatte Schulleiterin Barbara Spöttl ihre Festrede aufgebaut.
Die Schule sei einem steten Veränderungs- oder Entwicklungsprozess unterworfen. Schulleitung und Lehrkräfte würden mit Vorgaben wie Schulentwicklung, Methodentraining, Selbsttätigkeit der Schüler, Projektarbeit, handlungsorientierten, lernfeldübergreifenden Unterricht konfrontiert. Um diese Veränderungen aufzeigen zu können, hält ein Instrumentarium aus der Wirtschaft Einzug, die Qualitätssicherung oder Evaluation. "Die Wirtschaft, also ihre künftigen Arbeitgeber, erwarten vom Bildungssystem junge Menschen mit guten Deutschkenntnissen", so Spöttl, außerdem seien gute mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen, Vertrautheit mit dem PC, gute Allgemeinbildung und gute Kenntnisse in der Weltsprache Englisch vonnöten.
Diesen Anforderungen müssen auch die Beruflichen Schulen in Ahornberg gerecht werden, "denn Bildung schützt und eine gute Ausbildung ist immer noch der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit". Dementsprechend steht den Schülern in Ahornberg ein vielseitiges und kreatives Angebot im Dienstleistungsbereich Ernährung, Hauswirtschaft, Gastronomie, Pflege, Bildung, Erziehung und Sport zur Verfügung.
Im Jahr des Sports, von der UN ausgerufen, wurde dieses aktuelle Thema "Schule macht Bewegung - Bewegung macht Schule" für die Präsentation der Schule gewählt. "Sport fördert fundamentale humane Werte wie Respekt, Disziplin, Fair Play und Teamgeist", außerdem würde er maßgeblich zur Prävention von Extremismus, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit beitragen, machte Schulleiterin Barbara Spöttl weiter deutlich. Mit dem Programm sei auch der physiologische Aspekt der Bewegung in den Vordergrund gestellt worden, "Bewegung ist Leben - Stillstand ist Rückgang".
Sportlehrerin Ursula Findeiß wollte es beweisen: "Bewegung macht schlau !" Wenn im Unterricht Bewegung als zentrales Element einfließt, "wird ein größerer individueller Lernerfolg erzielt, die Aufmerksamkeitsstörungen nehmen ab, es herrscht eine bessere Lern- und Arbeitsatmosphäre und eine geringere Gewaltbereitschaft", weiß die Sportlehrerin aus Erfahrung. Professor Henner Ertel von der Uni St. Gallen habe bei Tests an 30 000 Personen innerhalb von zwölf Jahren festgestellt "dass bei der Bewegung auch das Gehirn auf Trab gebracht wird". Demnach würde Sport die Leistungsfähigkeit des Gehirns steigern.
Für den zweiten Bürgermeister der Marktgemeinde Konradsreuth, Artur Mehringer, strahlt so ein Tag der offenen Tür nach außen und ist eine gute Werbung für eine Schule, "der so viel an einer guten Schulgemeinschaft liegt". Bezeugen würde dies das gute Betriebsklima zwischen Lehrern, Eltern und Schülern. Schon in den vergangenen Jahren hätten die Ahornberger Schulen bewiesen, dass sie im Stande seien, immer wieder neue Wege zu gehen. "Heute können Sie in entspannter Atmosphäre zeigen, wie Sie drauf sind !"
Ausgeschmückt wurde der offizielle Teil mit beschwingten und bewegten Liedern durch den Chor der Schule unter der wechselnden Leitung von Helga Hohenberger und Kerstin Orzechowski.
Ein breites Angebot hatten die Schüler und einige Institutionen für das Rahmenprogramm vorbereitet, das von den vielen hundert Gästen, die sich über das Angebot der Schule informieren wollten, mit Begeisterung aufgenommen wurde. Sehr oft stand das Thema gesunde Ernährung Pate. Ob Indisch-Ayurvedische Küche, alkoholfreie Bowle oder Longdrinks, verschiedene Diäten, Nährwertprogramme und vitaminreiche, frisch gepresste Säfte, alles wurde stilvoll und schmackhaft präsentiert.
Immer wieder wird sich an den Schulen mit dem Thema "Sucht" auseinander gesetzt. Die Klasse SP 10 befasste sich mit "Freiheit statt Sucht". Mitarbeiter der AOK warnten vor Alkopops und referierten über "Sucht und Drogen" und es gab Vorträge über die rauchfreie Schule. Den Körper fit halten konnten die Besucher bei Entspannungsübungen, Traumreisen, Yoga, Fitnesstraining, Gehirn-Jogging, Discotänzen, Hip-Hop für Einsteiger und beim Tanz.
Auch an die Kinder wurde gedacht. Bei vielen abwechslungsreichen Spielen und Workshops sowie der Bewegungsbaustelle für Kinder konnten sie sich die Zeit vertreiben. Auch die Kunst kam nicht zu kurz und natürlich standen immer wieder Bewegungsspiele im Mittelpunkt.
Interessant für die Schüler waren die verschiedenen Informationen, die ihnen eine Berufswahl erleichtern können. Besonders die Bundeswehr war an diesem Tag sehr aktiv. Sie beriet nicht nur über Ausbildung und Studienmöglichkeiten beim Arbeitgeber Bundeswehr, der mehr als 40 Berufe zur Auswahl bieten kann, sondern zeigte auch auf, wie fit die Frauen bei der Bundeswehr sind. HELMUT ENGEL
Wir danken Herrn Helmut Engel ganz herzlich für diesen Artikel und die Erlaubnis, ihn auf der Homepage der Fachakademie zu veröffentlichen.
Im Anschluss einige Bilder der Fachakademie für Hauswirtschaft